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auf der letzten Rille

deine Präsentation ;-)

auf der letzten Rille

Beitragvon Admin » 6. Mai 2013, 19:31

anbei ein Link von Bernd mit seinem Pikult bei Minimalbdingungen .... beeindruckend ;-)

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
ob Groß oder Klein , GPS Hangflug ist fein ......
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die ganze Geschichte

Beitragvon Pikult » 13. Mai 2013, 22:49

Mach Dich nur lustig ;) Dafür musst Du jetzt die ganze Geschichte lesen!

Wasserkuppe, 21.10.2012. Einen Absaufkrimi der besonderen Art erlebten wir an einem Sonntag im Oktober am Westhang (Fliegerdenkmal) auf der Wasserkuppe.
Als wir gegen halb elf oben ankamen zeigte sich der Herbst von seiner schönsten Seite: mit warmen Rottönen, stahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen von ca 17°C. Das einzige was nicht ganz passte war der Wind, denn es wehte nur eine ganz leichte Briese, mal von West, mal von Südwest. Mein Sohn und ich waren das erste Mal am Westhang und kannten das Gelände noch nicht. Das sollte sich jedoch noch gründlich ändern!

Wir hatten den Pikult und die X21 dabei und die ersten Flüge zeigten, dass es zwar ging aber die Luft extrem dünn war, will heißen es war ziemlich mühsam die wenigen Bärte zu finden und auszukurbeln. Um oben zu bleiben bedurfte es eines Modells mit möglichst geringem Sinken und so flogen wir an diesm Tag meistens den Pikult. Leider hatte ich das Vario nicht eingebaut und so waren wir auf unsere Augen, Gefühl und Erfahrung angewiesen, um oben zu bleiben.

Am frühen Nachmittag hatten wir schon geraume Zeit einen Fliegerkollegen beobachtet, der mit seinem Sharon weit draußen und weit unten kämpfte. Er bekam immer mal wieder kleine Bärte zu fassen, es reichte jedoch nie um wieder über Hangkantenniveau zu kommen: mal weil er aus dem Bart fiel, mal weil er raus musste da die „Sackhüpfer“ direkt auf ihn zuhielten. Besagter Kollege war also immer noch am kämpfen, als wir mit dem Pikult auch rausgingen. Ich übte mit Jonathan koordinierten Kreisflug – das ist bei derart schwachen Bedingungen essentiell um oben zu bleiben – als ich den Pikult mal wieder übernahm, um ihm etwas zu demonstrieren. Allerdings trug es zu diesem Zeitpunkt nicht gut und ich versuchte etwas weiter draußen einen Bart zu finden der das Modell wieder in die Höhe trug. Nur war da nichts! Ich bin also noch weiter rausgeflogen – ich wollte eigentlich nur etwa auf die Höhe des Kollegen – als ich feststellte dass ich viel zu weit weg und noch weiter unten war! Das Modell war zu diesem Zeitpunkt zwar schon relativ klein, aber noch gut zu steuern. Ich bin dann mit Jonathan den Hang hinunter gelaufen, um das Gelände besser einsehen zu können, denn der Westhang hat keine Kante sondern ist eher eine Kuppe, die nach unten immer steiler wird. Es ging zuerst über eine Wiese, dann durch etwas Gestrrüpp, bis auf einen Waldweg, der den oberen Rand einer Geländewanne markierte. Weiter ging´s es nicht. Ganz unten im Tal, ca 250m tiefer und ca 1km entfrent sahen wir den Landeplatz der Paraglider. Hier wollte ich landen, falls die Rettung nicht gelang. Der Pikult wurde inder ganzen Zeit immer kleiner, denn es ging meist runter. Es etwas diesig geworden und die Thermik war extrem schwach. Es gab zwar immer wieder kleinere Blasen, die etwas Höhe brachten, aber es war für eine Rettung viel zu wenig. So ging das über 20 Minuten. Das Modell war mit dem roten Rumpf und dem Wald im Hintergrund zeitweise kaum zu sehen.
Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben, als die Sonne etwas herauskam und den Dunst vertrieb, was gleichbedeutend mit etwas Thermik war. Vorsichtig eingekreist – wirklich auf der letzten Rille – und dann ging es ganz langsam nach oben. Endlich! Die Thermik wurde nach oben hin immer stärker und das Steigen nahm zu. Dann die erste Gelegenheit das Modell in den Hang hinein zu landen. Nein sagte ich, das geht jetzt so gut, ich kurbel weiter und versuche wieder oben zu landen. Dann fiel uns ein, daß ja geraume Zeit kein Paraglider mehr von oben gekommen war. Wir befanden uns nämlich direkt in der Flugbahn der Sackhüpfer in Richtung Landeplatz. Von unserem augenblicklichen Standplatz konten wir den Startplatz auch nicht einsehen und so entschloss ich mich zu Landung an dem Weg auf dem wir standen. Noch eine Kurve, voll Butterfly und der Pikult kam zu Landung herein. Alles gut gegangen! Oben angekommen gabs Glückwüsche für den Flug und die Rettung und Lutz, der Flugleiter, erzählte, daß er den Start der Gleitschirmflieger gestoppt hatte, um meinen Flug nicht weiter zu gefährden. Nochmals vielen Dank dafür – denn das ist nicht selbstverständlich.

Ein bischen Adrenalin, viel Geduld und etwas Glück haben es ermöglicht, daß dieser Flug ein gutes Ende fand. Wir haben danach noch lange darüber philosophiert wie dieser Flug wohl ausgegangen wäre, wenn wir einen E-Motor eingebaut gehabt hätten. Ich denke der Flug wäre viel früher abgebrochen worden. Aber will ich das?

Gruß,
Bernd
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Re: auf der letzen Rille

Beitragvon Admin » 14. Mai 2013, 09:03

Hallo Bernd,
vielen Dank für die Storry, alle Achtung, sehr schön und das wahre Leben.

Wir am Zollern fliegen auch oft auf dem letzten Zahn, haben aber begrenzte Ausenlandemöglichkeiten mit viel Risiko. Also ist Flitsche, Risiko mit Handstart oder Sicherheit mit E-Thermik gefragt. Habe ja auch ein paar schöne Wurfübungen mit Dread und Crossi gemacht die letzten Wochen.

Ich werde jedenfalls meinen Tanga F3J und Orca-V auch erst mal ohne E-Antrieb in Betrieb nehmen und vielleicht mehr mit Flitsche arbeiten.
Mal sehen wie das rauskommt.

Gruß Martin

> Anbei auch ein Muster mit mehrfach Werfen (die letzten 4) und wieder zurück
> dann ne schöne Ablösung erwischt und nen wunderschönen Flug gehabt :)
http://www.rc-volkslogger.de/?page_id=395&fls_id=1211
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es geht auch anders

Beitragvon Pikult » 20. Mai 2013, 06:57

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Pfingstsamstag am Weiherberg in der Rhön.
Ein bischen dynamischer konnte man den Pikult schon bewegen, aber die Bedingungen waren doch sehr durchwachsen. Auch die Kollegen mit Satori, Orca oder Cluster haben sich schwer getan.

Dieser Flug gehört auch dazu: http://www.rc-volkslogger.de/?page_id=395&fls_id=1268

Gruß,
Bernd
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Re: es geht auch anders

Beitragvon Admin » 21. Mai 2013, 23:58

Pikult hat geschrieben:Ein bischen dynamischer konnte man den Pikult schon bewegen, aber die Bedingungen waren doch sehr durchwachsen. Auch die Kollegen mit Satori, Orca oder Cluster haben sich schwer getan.
Dieser Flug gehört auch dazu: http://www.rc-volkslogger.de/?page_id=395&fls_id=1268
Gruß,
Bernd


Hallo Bernd,

vielen vielen Dank für den tolllen Eindruck den du uns hier mit dem Video und auch der Auswertung übermittlen kannst.

Nach intensivem Studium deiner Flugbewegungen sehe ich sehr viele Ähnlichkeite auch bei unsereren täglichen Flugaufgaben (am Feierabend) an der Zollerhalde. Die perfekte Kreise die mir deuten z.B dass dein Pikult die Kreise besser annimmt als mein Orca und die Flugkontrolle von deiner Seite aus prfekt harmoniert. Das gefällt mir sehr gut ... sehe auch den Ergeiz und die tolle Dynamik aus wenig Höhenspielraum ... wirklich Klasse.

Wie wurden die Aufnahmen gemacht ? Möchte auch gerne mal so was Erzeugen und als Beispiel einbinden !

Gruß Martin
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Re: auf der letzen Rille

Beitragvon Pikult » 22. Mai 2013, 09:12

Hallo Martin,

das Video hat mein Sohn mit einer Sony-HX1 gemacht. Das ist eine Bidge-Kamera mit max 400mm Brennweite und HD Videofunktion. Die meisten unserser Videos vom Fliegen sind damit gemacht. Wir sind sehr zufrieden damit.

Was den Pikult angeht: ich glaube jetzt nicht, das der Pikult besser kreist als ein Orca - dazu hat er zu wenig V-Form und einen zu kurzen Rumpf - aber es ist schon ganz ok. Wovon ich nichts halte ist flach kreisen. Ich fliege da meist mich reichtlich Schräglage und eher eng als weit. Mit hat´s weitergeholfen mich mit zentriestrategien zu beschäftigen. Z.B. http://www.how2soar.de/index.php/-zu-de ... zentrieren

Was ich inzwischen immer mache ist statt viel QR-Differenzierung doch einiges an Seitenruder dazuzumischen, damit das Modell nicht so schiebt wenn man QR gibt. Die Kreise selbst fliege ich mit viiieel Seitenruder beim Einleiten. SR geb ich auch beim Kreisen.
Die Quelle der Inspiration: http://www.charlesriverrc.org/articles/ ... Flying.htm

Tja, ich glaube wir sollten mal zusammen fliegen gehen!

Gruß,
Bernd
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Re: auf der letzen Rille

Beitragvon Admin » 23. Mai 2013, 19:16

Pikult hat geschrieben:mit zentriestrategien zu beschäftigen. Z.B. http://www.how2soar.de/index.php/-zu-de ... zentrieren
Die Quelle der Inspiration: http://www.charlesriverrc.org/articles/ ... Flying.htm
Tja, ich glaube wir sollten mal zusammen fliegen gehen!


Hallo Bernd,
vielen Dank für die informativen Links. Wusste gar nicht das es so viele öffentliche Texte zu den Themen gibt.
Ich selber bin ja ne Weile als Sackhüpfer und UL'er unterwegs gewesen und einige Details sind mir da schon bekannt.
Aber das mit dem gemeinsam Fliegen gehen müssen wir unbedingt mal ins Auge fassen. Könnte ja hier mit meine IGMZ Truppe einen Ausflugstag organisieren (3-4 Personen) und wir treffen uns an einer Lokation die speziell F3x und F5J Klasse passt. Wie wäre das ?
Gruß Martin
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